Duklja ist die Fundstätte von Doclea, der römischen Stadt auf der Hochfläche zwischen den Flüssen Morača, Zeta und Širalija, 4 km nördlich des Zentrums von Podgorica. Gegründet im ersten Jahrzehnt des 1. Jahrhunderts n. Chr., wuchs sie zu einer ummauerten Stadt, die ab dem 4. Jahrhundert an ihrer Ostseite ein christliches Viertel mit einer großen Bischofsbasilika besaß. Die Ausgrabungen begannen Ende des 19. Jahrhunderts und dauern an; die Funde befinden sich im Stadtmuseum Podgorica, und die Stätte steht auf der UNESCO-Tentativliste Montenegros. Vom Stadtzentrum sind es 8 Minuten mit dem Auto.
Besuch
Die Ruinen liegen im Freien auf der Hochfläche über den Flüssen. Die Fundamente sind niedrig, daher erschließt sich die Stätte am besten mit einem Plan in der Hand oder nach einem Besuch im Stadtmuseum, wo die Grabbeigaben aus den Nekropolen ausgestellt sind. Zwischen den Ruinen finden manchmal Konzerte und Filmvorführungen statt. Geschlossene Schuhe sind ratsam: Der Boden ist steinig.

Sehenswertes
- Die Stadtmauern, die Untersuchungen von 2018 ins 4. Jahrhundert datierten; zuvor galten das späte 1. oder frühe 2. Jahrhundert.
- Das christliche Viertel an der Ostseite mit Kirchen und der Bischofsbasilika aus dem 4. Jahrhundert und später.
- Die Nekropolen außerhalb der Mauern. Die westliche Nekropole bei Košturnica in Rogami wurde 2022-2024 ausgegraben, mit Gräbern aus dem 1.-4. Jahrhundert.
Die Funde und die Schale von Podgorica
Die Gräber von Doclea brachten Keramik- und Glasgefäße, Schmuck, Werkzeuge, Waffen und Münzen zutage, die heute im Stadtmuseum Podgorica liegen. Der berühmteste Einzelfund ist die Schale von Podgorica, eine gravierte Glasschale aus dem 4. Jahrhundert mit Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament; sie befindet sich in der Eremitage in Sankt Petersburg. Einer Legende nach ist Doclea der Geburtsort von Kaiser Diokletian.

Geschichte
Doclea wurde von den Römern im ersten Jahrzehnt des 1. Jahrhunderts n. Chr. auf einer Hochfläche zwischen drei Flüssen gegründet. Im 4. Jahrhundert entstanden das christliche Viertel und die Bischofsbasilika, und wie die Grabungen von 2018 zeigten, wurden damals auch die Mauern errichtet. Die Ausgrabungen begannen Ende des 19. Jahrhunderts; 2018 untersuchte das Zentrum für Konservierung und Archäologie den Norden, Westen und Süden der Stadt, und die Kampagne 2022-2024 legte die westliche Nekropole frei. Seit 2010 steht Doclea auf der UNESCO-Tentativliste Montenegros.

Anreise
Mit dem Auto liegt die Stätte 4,8 km (etwa 8 Minuten) vom Zentrum von Podgorica entfernt, nördlich der Stadt am Zusammenfluss von Zeta und Morača, und 17,5 km (etwa 27 Minuten) von Danilovgrad.
In der Nähe
- Stadtmuseum Podgorica, wo die Funde ausgestellt sind.
- Uhrturm und die alte Brücke über die Ribnica in Stara Varoš.
- Denkmal für den Partisanenkämpfer auf der Gorica.
- Medun, die Hügelfestung mit Museum nordöstlich der Stadt.
- Weitere Denkmäler in Montenegro.
Geschichte
1. Jahrhundert n. Chr.
Gründung der römischen Stadt
Doclea wird im ersten Jahrzehnt des 1. Jahrhunderts auf der Hochfläche zwischen den Flüssen gegründet.
4. Jahrhundert
Mauern und christliches Viertel
An der Ostseite entsteht ein christliches Viertel mit Kirchen und einer großen Bischofsbasilika; die Stadtmauern stammen aus diesem Jahrhundert.
Ende des 19. Jahrhunderts
Erste Ausgrabungen
Die Ausgrabungen beginnen und dauern bis heute an.
2018
Mauern neu datiert
Untersuchungen im Norden, Westen und Süden der Stadt datieren die Mauern ins 4. Jahrhundert.
2022-2024
Westliche Nekropole
Die Nekropole bei Košturnica (Rogami) wird ausgegraben, mit Gräbern aus dem 1.-4. Jahrhundert.
Quellen
Podgorica Tourist Organisation, Duklja · National Tourism Organisation of Montenegro, Archaeological sites · Centar za konzervaciju i arheologiju Crne Gore, aktivnosti 2018 (walls redated to the 4th century) · Podgorica Tourist Organisation, exhibition on the western necropolis of Doclea (Košturnica, Rogami, 2022-2024) · Wikipedia, List of World Heritage Sites in Montenegro (Tentative List 2010; secondary) · OpenStreetMap way 961707114, Duklja, ODbL · OSRM routing (car and foot, OpenStreetMap data, ODbL; times without traffic)








